FAQ - Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie einen Überblick über häufig gestellte Fragen aus dem Pflegebereich.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!

Was ist stationäre Pflege?

  • Sie pflegen Ihre Eltern oder Ihre Partnerin/Ihren Partner zu Hause und stellen fest, dass die Versorgung dort nicht mehr ausreicht? Für eine umfassende Pflege bietet sich der Umzug in ein Pflegeheim an. Die Pflegeversicherung bezuschusst die Kosten für die Pflege im Heim.

 

Was ist Tagespflege?

  • Tagespflege bedeutet, dass ein Pflegebedürftiger eigentlich zu Hause, zum Teil aber (tagsüber) in einer Einrichtung gepflegt wird. Tagespflege kommt immer dann in Betracht, wenn die häusliche Pflege nicht ausreichend sichergestellt werden kann.

 

Was ist Kurzzeitpflege?

  • Ein Familienmitglied kann nach einem Krankenhausaufenthalt noch nicht Zuhause betreut werden? Oder: Sie als Pflegeperson benötigen einen Erholungsurlaub oder sind krank und können die Pflege vorübergehend nicht leisten? Hier bietet die Pflegeversicherung Kurzzeitpflege. Ihr pflegebedürftiges Familienmitglied wird für eine begrenzte Zeit in einer Pflegeeinrichtung umfassend versorgt.

 

Was ist Verhinderungspflege?

  • Die Pflegekasse übernimmt die Kosten einer notwendigen Verhinderungspflege für längstens vier Wochen im Jahr, wenn Sie als Pflegeperson wegen Erholungsurlaubes, Krankheit oder aus anderen Gründen an der Pflege gehindert sind. Voraussetzung ist, dass Sie den pflegebedürftigen Menschen mindestens sechs Monate in seiner häuslichen Umgebung gepflegt haben.

Was sind Pflegestufen und welche gibt es?

 

Pflegebedürftige Personen sind für die Gewährungen von Leistungen der Pflegekasse in drei Pflegestufen eingegliedert. Die Einteilung in eine Pflegestufe erfolgt durch die Pflegekasse nach Empfehlung durch den MDK. Neben diesen drei Stufen gibt es auch Härtefall-Regelungen. Seit der Pflegereform 2008 greift die „Pflegestufe 0“ für Demenzkranke, wenn diese nicht die Kriterien für eine Pflegestufe erfüllen. Die Pflegestufen richten sich nach der Höhe der Pflegezeit. Entscheiden sind die Zeiten, die für die unterschiedlichen Tätigkeiten Hilfstätigkeiten benötigt werden. Dabei wird zwischen Grundpflege und hauswirtschaftlicher Versorgung unterschieden. Grundpflege bezeichnet die Hilfe in den Bereichen Körperpflege, Ernährung und Mobilität. Hauswirtschaftliche Versorgung betrifft Tätigkeiten wie Einkaufen, Kochen, Reinigen der Wohnung und Waschen.
 

Pflegestufe 1 - erhebliche Pflegebedürftigkeit

In diese Pflegestufe fällt der Pflegebedürftige, der mindestens einmal täglich Hilfebedarf bei mindestens zwei Verrichtungen bedarf. Diese Verrichtungen können aus einen oder mehreren Pflege-Bereichen kommen. Zusätzlich muss mehrfach Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung bestehen. Der Zeitaufwand muss täglich mindestens 90 Minuten betragen. Davon soll 46 Minuten für die Grundpflege benötigt werden. 

Pflegestufe 2 – Schwerpflegebedürftige

Wer mindestens dreimal täglich Hilfe in einen oder mehreren Bereichen und mehrfach wöchentlich Hilfe in der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigt, wird der Pflegestufe 2 zugeordnet. Die Pflegezeit sollte mindestens 180 Minuten betragen. Davon sollte mindestens 120 Minuten für die Grundpflege aufgewendet werden.  

Pflegestufe 3 – Schwerstpflegebedürftige

Als „Schwerstpflegebedürftig“ gilt, wer den ganzen Tag und Nacht Hilfe bei Körperpflege, Mobilität und Ernährung benötigt und mehrfach wöchentlich in der hauswirtschaftlichen Versorgung. In Pflegezeiten bedeutet dies mindestens 300 Minuten (fünf Stunden) davon mindestens 240 Minuten (vier Stunden) für die Grundpflege.  

Härtefall – Schwerstpflegebedürftige mit  hohem Pflegeaufwand

Als Härtefall gelten Pflegebedürftige der Pflegestufe 3, die einen höheren Bedarf an Pflege haben, als in dieser Pflegestufe vorgesehen ist. Ein Härtefall trifft zu, wenn die Grundpflege Tag und Nacht von mehreren Pflegekräften übernommen werden muss. Auch wer ständig Hilfe in der hauswirtschaftlichen Versorgung und mindestens 6 Stunden am Tag auf Pflege angewiesen ist, fällt unter die Härtefall-Regelung. Der Härtefall kann auch bei verschiedenen Krankheiten wie Krebs,Demenz, Mehrfacherkrankungen im Endstadium gewährt werden. Der Härtefall wird von der Pflegekasse aber nur selten gewährt, da es eine prozentuale Begrenzung gibt.  

Pflegestufe 0

Bei psychischen und dementiellen Erkrankungen kommt es oft vor, dass der Pflege-Zeitaufwand nicht für die Pflegestufe 1 reicht. Seit der Pflegereform 2008 können Pflegebedürftige mit einer „eingeschränkten Alltagskompetenz“ Leistungen von der Pflegekasse erhalten. Bis zu 2400 Euro jährlich erhalten Pflegebedürftige, auch wenn diese die Kriterien für eine Pflegestufe nicht erfüllen. Diese eingeschränkte Alltagskompetenz wird durch eine Begutachtung durch den MDK festgestellt.

Wer stellt die Pflegebedürftigkeit fest?

  • Der Medizinische Dienst der jeweils zuständigen Pflegekasse (MDK) oder in Ausnahmefällen das Gesundheitsamt stellen auf Antrag des Versicherten vor dem Einzug in ein Altenheim fest, ob eine Heimpflegebedürftigkeit gegeben ist und wenn ja, in welchem Umfang.
    Als Ergebnis erfolgt die Festlegung der Pflegestufe. Die vom MDK festgelegte Pflegestufe ist für die Pflegekasse, das Sozialamt und das Altenheim bindend.
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© GERAS GmbH | Letzte Aktualisierung: 28.02.2017